Der St.-Gallen-Pilot in der Schweiz setzt den Politikvergleich: US-Senator John Fetterman fordert den Kongress auf, das bundesweite Cannabisverbot zu beenden.
Das fünfjährige Cannabis-Pilotprojekt in St. Gallen in der Schweiz, das für bis zu 5,000 Erwachsene ausgelegt ist, liefert den lokalen politischen Kontext für eine separate Entwicklung in den USA: Senator John Fetterman drängt den US-Kongress, „aufzuhören, herumzueiern“, und Cannabis zu legalisieren, während er einen Gesetzentwurf unterstützt, der Cannabis aus dem US-Gesetz über kontrollierte Substanzen streichen würde.
Fetterman unterstützt einen bundesweiten Schritt über die Umstufung hinaus
US-Senator John Fetterman, ein Demokrat aus Pennsylvania, bekräftigte am July 21, 2026 seine Forderung nach einer bundesweiten Cannabislegalisierung. In seinem Bericht über Fettermans Legalisierungsaufruf schrieb Marijuana Moment, der Senator habe seine Unterstützung für das kürzlich eingebrachte Cannabis-Verwaltungs- und Chancengesetz, kurz CAOA, hervorgehoben.
Fetterman sagte, er sei schon immer „sehr pro-Gras“ gewesen, und beschrieb seine Haltung als Ausdruck einer libertären Sicht, wonach Menschen für den Konsum von Cannabis nicht beurteilt oder bestraft werden sollten. Er argumentierte, ein Weg zum Wohlbefinden müsse „legal, sicher und reguliert“ sein, statt von Strafmaßnahmen bestimmt zu werden.
Der Senator hat administrative Schritte unterstützt, die sowohl von US-Präsident Joe Biden als auch von US-Präsident Donald Trump unternommen wurden, darunter das bundesweite Umstufungsverfahren. Er verwies auch auf die von Biden erlassenen Massenbegnadigungen für Cannabis. Seine jüngste Botschaft lautet, dass diese Schritte ein Gesetz des US-Kongresses, das das bundesweite Verbot beendet, nicht ersetzen.
Aber es ist an der Zeit, dass der Kongress aufhört, herumzueiern, und Gras legal macht.
US-Senator John Fetterman
Das St.-Gallen-Experiment in der Schweiz bietet ein anderes Modell
Die eigene Politikentwicklung der Schweiz läuft über ein kontrolliertes Forschungsmodell und nicht über den bundesweiten Gesetzesvorschlag, den Fetterman in den Vereinigten Staaten vorantreibt. Das St.-Gallen-Projekt, das für den Herbst 2026 geplant ist, ist ein fünfjähriges Pilotprojekt, das die sozialen, wirtschaftlichen und gesundheitlichen Auswirkungen eines regulierten Cannabiszugangs für Erwachsene untersucht.
Das Schweizer Projekt soll bis zu 5,000 Erwachsene einbeziehen. Etwa 3,300 Teilnehmer sollen berechtigt sein, Cannabis legal zu kaufen, mit Zugang über Fachgeschäfte, Apotheken oder Lieferung nach Hause. Einige Teilnehmer erhalten Produkte nach Online-Beratungen per Post, womit St. Gallen in der vorliegenden Forschung als einziges Schweizer Pilotprojekt beschrieben wird, das die Zustellung per Post testet.
Die Studie wird gemeinsam mit der Universität Zürich und dem KOF-Institut der ETH Zürich durchgeführt. Ein Bericht über das St.-Gallen-Pilotprojekt zur Postzustellung in der Schweiz beschreibt das Vorhaben als Versuch, Vertriebswege zu vergleichen und zu prüfen, ob regulierter Zugang den illegalen Markt verdrängen kann.

Entklassifizierung und Umstufung würden unterschiedliche Folgen haben
Der zentrale Unterschied in der Debatte in den USA besteht zwischen Entklassifizierung und Umstufung. Das CAOA würde Cannabis vollständig aus dem US-Gesetz über kontrollierte Substanzen streichen. Der separate Vorschlag, den die US-Drogenvollzugsbehörde prüft, würde Cannabis stattdessen von Anlage I auf Anlage III verschieben.
Der Schweizer Pilot läuft noch auf einer anderen Ebene. Er ist ein zeitlich befristetes Forschungsprojekt, das regulierten Zugang und Lieferwege in einem Schweizer Umfeld untersucht. In den vorliegenden Fakten wird er nicht als landesweite Änderung des Schweizer Cannabisrechts beschrieben.
Der Unterschied zwischen den drei Ansätzen lässt sich wie folgt zusammenfassen:
| Jurisdiktion | Politischer Mechanismus | Status oder Umfang | Quelle |
|---|---|---|---|
| Vereinigte Staaten | CAOA würde Cannabis aus dem US-Gesetz über kontrollierte Substanzen streichen | Bundesweiter Legalisierungsvorschlag, eingebracht von demokratischen Senatoren | Kongress soll aufhören, herumzueiern, und Cannabis legalisieren, sagt Fetterman |
| Vereinigte Staaten | Umstufung würde Cannabis von Anlage I auf Anlage III verschieben | Das Anhörungsverfahren der DEA kam unter den Regierungen Biden und Trump voran | Kongress soll aufhören, herumzueiern, und Cannabis legalisieren, sagt Fetterman |
| Schweiz | Regulierter Zugang über ein Forschungspilotprojekt, einschließlich Fachgeschäfte, Apotheken und Lieferung per Post | Fünfjähriges Projekt für bis zu 5,000 Erwachsene in St. Gallen geplant | St. Gallen wird zum einzigen Schweizer Cannabis-Pilotprojekt, das die Lieferung per Post testet |
Das CAOA verknüpft Legalisierung mit Maßnahmen der Strafjustiz
Fettermans Unterstützung beschränkt sich nicht darauf, Cannabis aus den bundesweiten Anlagen zu streichen. Das Cannabis-Verwaltungs- und Chancengesetz würde auch Maßnahmen für Menschen schaffen, die vom Verbot betroffen waren, und für Gemeinschaften, die unter dem US-Strafjustizsystem gelitten haben.
Zu den wichtigsten Elementen des Vorschlags, wie im Quellbericht beschrieben, gehören:
- Cannabis durch Entklassifizierung aus dem US-Gesetz über kontrollierte Substanzen zu streichen.
- Einen Weg zu schaffen, frühere Strafen für Cannabisdelikte zu mindern und zu tilgen.
- Den Zugang zu Wohnraum, Beschäftigung und Bürgerrechten wiederherzustellen, die Menschen durch Cannabis-Verurteilungen verloren haben könnten.
- Eine bundesweite Steuer auf Cannabis zu erheben.
- Einen Teil dieser Steuereinnahmen zu nutzen, um innerhalb des US-Justizministeriums ein Cannabis-Justizbüro einzurichten.
- Das Büro damit zu beauftragen, einen Fonds zu verwalten, der Berufsausbildung, Wiedereingliederung und Rechtsbeihilfe für Menschen aus von dem Verbot geschädigten Gemeinschaften unterstützt.
Warum die Umstufung Fetterman nicht zufriedenstellt
Ein Verwaltungsverfahren versus ein Gesetz des Kongresses
Das CAOA wurde einen Tag nach dem Ende der Anhörung bei der US-Drogenvollzugsbehörde zu dem Vorschlag eingebracht, Cannabis von Anlage I auf Anlage III umzustufen. Dieses Umstufungsverfahren begann unter der Regierung Biden und wurde unter der Regierung Trump fortgesetzt.
Eine Umstufung wäre nicht dasselbe wie die Streichung von Cannabis aus dem US-Gesetz über kontrollierte Substanzen. Fettermans Argument lautet, dass die Bundesregierung bereits mehrere Schritte unternommen hat, der Kongress das zugrunde liegende Verbot aber weiterhin direkt angehen muss.
Im Mai zollte Fetterman Trump parteiübergreifend Anerkennung dafür, die Umstufung von Cannabis vorangebracht und den therapeutischen Zugang zu Psychedelika beschleunigt zu haben. Er sagte auch, seine Unterstützung für legales Cannabis und Psychedelika sei beständig geblieben, selbst als diese Positionen politisch unpopulär gewesen seien.
Diese Unterscheidung ist für den Vergleich mit der Schweiz wichtig. St. Gallen testet, wie regulierter Zugang in einer definierten Bevölkerung und über verschiedene Kanäle funktionieren könnte. Fetterman unterstützt einen Vorschlag, der den bundesrechtlichen Status in den Vereinigten Staaten ändern und einen nationalen Rahmen für Steuern und Justizmaßnahmen hinzufügen würde.

Was die Entwicklungen in der Schweiz und in den USA gemeinsam haben – und was nicht
Die beiden Entwicklungen haben zwar gemeinsam, dass sie sich von einem pauschalen Verbot lösen wollen, doch die vorliegenden Fakten beschreiben sie nicht als miteinander verknüpfte Politik. Das St.-Gallen-Projekt in der Schweiz soll Belege zu regulierten Verkäufen, Lieferungen und der Verdrängung des illegalen Markts liefern. Das CAOA ist ein bundesweiter Gesetzentwurf, der Cannabis aus dem nationalen Rahmen für kontrollierte Substanzen entfernen würde.
Wichtige Fragen zu den beiden Ansätzen
Hat der US-Kongress Cannabis legalisiert?
Die vorliegenden Fakten beschreiben einen neu eingebrachten Gesetzentwurf und Fettermans Aufruf an den Kongress zu handeln. Sie berichten nicht, dass der Gesetzentwurf verabschiedet wurde oder dass das bundesweite Verbot beendet ist.
Was bedeutet Entklassifizierung im CAOA?
Entklassifizierung würde Cannabis vollständig aus dem US-Gesetz über kontrollierte Substanzen streichen.
Worin unterscheidet sich die Entklassifizierung von der Umstufung?
Eine Umstufung würde Cannabis unter dem US-Gesetz über kontrollierte Substanzen von Anlage I auf Anlage III verschieben. Eine Entklassifizierung würde es vollständig aus diesem Gesetz entfernen.
Was testet die Schweiz in St. Gallen?
Der fünfjährige Schweizer Pilot untersucht den regulierten Zugang zu Cannabis für bis zu 5,000 Erwachsene, einschließlich der Verteilung über Fachgeschäfte, Apotheken und Lieferung per Post.
Ändert der US-Gesetzentwurf Schweizer Recht?
Es wird keine direkte Änderung des Schweizer Rechts beschrieben. Das St.-Gallen-Pilotprojekt und der US-Bundesgesetzentwurf sind getrennte Entwicklungen in unterschiedlichen Jurisdiktionen.
Ein Schweizer Pilotprojekt und eine US-Bundesforderung bleiben getrennte Wege
Für Leser in der Schweiz ist die unmittelbare lokale Entwicklung die St.-Gallen-Studie: ein klar umrissener, fünfjähriger Test für regulierten Zugang und Zustellung per Post. Fettermans Äußerungen betreffen die Vereinigten Staaten, wo er den Kongress drängt, schrittweise bundesweite Änderungen durch vollständige Entklassifizierung und ein breiteres Justizkonzept zu ersetzen.
Fettermans Botschaft ist eine Forderung nach einer bundesweiten Entscheidung in den USA, während das St.-Gallen-Projekt in der Schweiz ein abgewogenes lokales Experiment ist. Der Kontrast zeigt, warum Umstufung, Entklassifizierung und regulierter Pilotzugang nicht als austauschbare Reformformen behandelt werden sollten.
Quellen
- 632kg Gras verbrannt | DHV-News # 516 (hanfverband.de)
- Endgültig! GKV-Erstattung eingeschränkt | DHV-News # 515 (hanfverband.de)
- Bipartisan Bill Seeks to Overturn Intoxicating Hemp Ban and Regulate Multi-Billion Dollar Sector (businessofcannabis.com)
- Argent Trades Global Rights to Lead Cannabis Drug For Debt Releaf in New $5.5m Deal (businessofcannabis.com)
- Massachusetts: State Officials Affirm Marijuana Repeal Initiative Will Appear on November’s Ballot (norml.org)
- Analysis: Tax Hikes on State-Legal Cannabis Products Drive Consumers To Unregulated Markets (norml.org)
- California Treasurer Announces Hearing On Marijuana Business Banking Access Issues (marijuanamoment.net)
- GOP Lawmaker Claims White House Backs His Hemp Bill, But Administration Has Problems With Inhalable Product Provisions, Sources Say (marijuanamoment.net)
- Cuckooing: How Drug Dealers Are Occupying UK Homes (talkingdrugs.org)
- Psilocy-win?: Canadian MPs Push for Psychedelic Therapy (talkingdrugs.org)







